| Pressestimmen I/VI |

Schierer Spaß ohne Bremsen
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Leipziger Folkband Zerrwanst feiert neues Album "Da, haste!" heute im Beyerhaus
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Im Zentrum steht der schiere Spaß. Schon 25 Jahre jauchzt die Fiedel, wird fröhlich ins Horn gestoßen und der Wanst gezerrt. Letzteres ist natürlich auf ein Akkordeon bezogen, dessen umgangssprachliche Benennung der Band ihren Namen gab. Am Anfang haben Zerrwanst auch einmal die reine Lehre gepredigt.
Damals füllte der Mitmach-Tanz nach alten Überlieferungen noch die Kongresshalle, die Folk-Bewegung wurde zur Volksbewegung. Hier konnte man sich fröhlich, langhaarig und unangepasst geben - der Staat fand irgendwie nicht den richtigen Hebel, um die Entglittenen wieder in die Arme der FDJ zurückzuführen.
Zerrwanst aber verließen allmählich die orthodoxen Formen der Interpretation alter Notenblätter, die Lust auf Eigenes wurde immer größer. Sich damit durchzusetzen, war durchaus nicht einfach: Die Puristen haben genaue Vorstellungen, wie etwas zu klingen hat. Die Sieben von Zerrwanst eben nicht, sie sind absolut offen. Zuerst haben sie sich unbekümmert mit Keyboards, Saxophon und elektrischer Gitarre verstärkt. Mit dem neuen Album "Da, haste!", das sie heute Abend im Beyerhaus vorstellen, verlassen sie die heile Welt des rein Instrumentellen endgültig. Der Gesang auf der Hälfte der Stücke hat das Ausdrucksspektrum deutlich verbreitert.
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